Fünf Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs fanden sich Männer der drei Membachs zusammen und gründeten im Jahre 1923 einen Kriegerverein. Wie viele es waren und wer wann den Vorsitz führte, kann leider nicht mehr in Erfahrung gebracht werden. Unterlagen oder Hinweise sind nicht mehr vorhanden.

Einschneidende Änderungen wurden eingeführt, als die NSDAP an die Macht kam. Diese machten auch vor den Vereinen nicht halt. Der bayerische Löwe hatte ausgedient. Er sollte auch von unserer Fahne verschwinden und durfte nicht mehr gezeigt werden. Es wurde der Kyffhäuser Bund gegründet. Alle Vereine mussten beitreten und ihren finanziellen Beitrag entrichten. Eine Kyffhäuserfahne musste beschafft werden, deren Träger Thomas Leipold war. Die Kriegerfahne durfte nur noch in Begleitung der eben genannten Fahne in Erscheinung treten.

1939 - Ein neuer Krieg begann.

Allein aus unserer kleinen Dorfgemeinschaft wurden 60 Männer zum Militär- bzw. Kriegsdienst eingezogen. Von ihnen kehrten 17 nicht mehr in die Heimat zurück. Als nach Ende des Krieges die Verwaltungen wieder eingesetzt wurden, durften auch die Vereine wieder in der Öffentlichkeit auftreten. So konnte auch unsere Kriegerfahne wieder aus dem Versteck geholt werden. Kaspar Gumbert, der Fahnenträger, hatte sie an einem sicheren Ort verwahrt. In den ersten Nachkriegsjahren waren die Kriegervereine verboten. Mehrmals wurde versucht, eine Vorstandschaft für den Kriegerverein zu finden, jedoch erfolglos und so entschloss man sich, den Kriegerverein in der Feuerwehr aufgehen zu lassen.

Die Vorstandschaft unserer Feuerwehr hatte ein Erbe angetreten, das manches Kopfzerbrechen bereitete; denn auch die Belange des Kriegervereins mussten gewahrt und erfüllt werden und somit ist unsere Feuerwehr auch für die Pflege und Erhaltung der Kriegervereinsfahne und des Kriegerdenkmals zuständig.

   
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